02 Sep. Herbstküche – drei Schätze der Saison
Kürbis, Quitte und Maroni – drei köstliche Seiten des Herbstes
Wenn die Tage kürzer werden, verändert sich auch unsere Küche. Jetzt darf es wieder wärmer, aromatischer und ein wenig herzhafter werden. Drei typische Herbstboten haben dabei besonders viel zu bieten: Kürbis, Quitte und Maroni.
Sie bringen nicht nur Farbe und Geschmack in die Herbstküche, sondern lassen sich auch mit wenig Aufwand zu einfachen Gerichten verarbeiten.
Kürbis – der Alleskönner
Ob Hokkaido, Butternuss oder Muskatkürbis: Kürbis ist unglaublich vielseitig. Er enthält unter anderem Beta-Carotin, Ballaststoffe und verschiedene Mineralstoffe.
Besonders unkompliziert ist Hokkaido, denn seine Schale kann mitgegessen werden.
Ofenkürbis mit Kräuter-Dip
Für 2–3 Personen:
- 1 kleiner Hokkaidokürbis
- 2 EL Olivenöl
- Salz und Pfeffer
- 1 TL getrockneter Thymian oder Rosmarin
- nach Geschmack etwas Paprikapulver
Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Kürbis waschen, halbieren, die Kerne mit einem Löffel entfernen und das Fruchtfleisch in etwa 2 cm dicke Spalten schneiden. Mit Olivenöl und Gewürzen vermengen und auf einem mit Backpapier belegten Blech verteilen.
Je nach Dicke der Spalten 25–35 Minuten backen, bis der Kürbis weich und an den Rändern leicht gebräunt ist.
Für einen schnellen Dip 150 g Naturjoghurt oder eine pflanzliche Alterative mit gehackten Kräutern, etwas Salz, Pfeffer und einem Spritzer Zitronensaft verrühren.
Quitte – fast vergessen und wunderbar aromatisch
Quitten duften herrlich, sind roh allerdings meist steinhart und herb. Genau das macht ihre Verarbeitung manchmal etwas mühsam.
Ein einfacher Trick: Die Quitten zunächst vorgaren. Danach lassen sie sich wesentlich leichter schneiden und entkernen.
Quitten liefern unter anderem Ballaststoffe, Vitamin C und besonders viel natürliches Pektin.
Warme Honig-Zimt-Quitten
Für 2–3 Personen:
- 2 Quitten
- 2 EL Honig
- ½ TL Zimt
- etwa 100 ml Apfelsaft oder Wasser
- nach Wunsch einige gehackte Walnüsse
Die Quitten gründlich waschen und den feinen Flaum von der Schale abreiben.
Die ganzen Früchte in einen Topf legen, mit Wasser bedecken und etwa 25–35 Minuten leicht köcheln lassen. Sie sollen noch nicht völlig weich sein, sich danach aber leichter schneiden lassen.
Etwas abkühlen lassen, vierteln, das Kerngehäuse entfernen und die Quitten in Spalten schneiden.
In eine kleine Auflaufform geben, mit Apfelsaft oder Wasser übergießen, Honig und Zimt darübergeben und bei 180 °C Ober-/Unterhitze noch etwa 20 Minuten backen.
Warm servieren – pur, mit Naturjoghurt oder einigen gehackten Walnüssen.
Maroni – Herbstgenuss zum Schälen
Der Duft heißer Maroni gehört für viele untrennbar zum Herbst.
Esskastanien enthalten im Vergleich zu vielen anderen Nüssen weniger Fett, dafür reichlich Stärke und Kohlenhydrate. Sie machen angenehm satt und schmecken sowohl süß als auch pikant.
Maroni aus dem Backofen
Für 2 Personen:
- etwa 500 g frische Maroni
- etwas Wasser
Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Die Maroni auf der gewölbten Seite mit einem scharfen Messer kreuzweise einschneiden. Dabei sollte die Schale durchtrennt werden, ohne tief in die Kastanie zu schneiden.
Wer möchte, kann die eingeschnittenen Maroni vorher etwa 15 Minuten in warmes Wasser legen. Dadurch trocknen sie beim Rösten weniger aus.
Auf einem Backblech verteilen und 25–30 Minuten rösten. Die Schale sollte sich deutlich öffnen und das Innere weich sein.
Noch heiß in ein Küchentuch einschlagen und einige Minuten ruhen lassen. Danach möglichst warm schälen – dann lösen sich Schale und Innenhaut am besten.
Der Herbst darf wieder nach Herbst schmecken
Kürbis aus dem Ofen, der Duft warmer Quitten und frisch geröstete Maroni – oft braucht es gar keine komplizierten Gerichte, um den Herbst zu genießen.
Heute bekommen wir beinahe jedes Lebensmittel das ganze Jahr über. Umso schöner ist es, wieder bewusster wahrzunehmen, was gerade Saison hat.