Mobbing. Was ist das und was kannst du tun?

Schulbeginn. Zeit der Emotionen. Kinder streiten sich. Oder ist es vielleicht mehr als das?

Mobbing ist Gewalt durch wiederholtes Schikanieren, Quälen und Verletzen z.B. durch Demütigungen, falsche Behauptungen, Ausschluss aus der Gruppe, körperliche Übergriffe.

Woran erkennst du, dass dein Kind gemobbt wird?

  • Häufige Bauchschmerzen oder psychosomatische Beschwerden
  • Plötzliche Schulverweigerung
  • Rückzug von Freunden und Hobbys
  • Vermehrt beschädigte Gegenstände oder unerklärliche Verletzungen
  • Angst, Selbstzweifel, Depression bis zu Selbstmordgedanken

Bei Nachfragen kann es gereizt oder wütend sein. Und: viele Kinder öffnen sich nicht sofort – aus Angst, dass es schlimmer wird oder weil sie sich schämen.

Was kann ich tun?

  • Stärke das Selbstbewusstsein deines Kindes.
  • Vermittle Strategien zur Selbstbehauptung, z. B. klare, respektvolle Kommunikation: „Ich will das nicht. Hör auf, [Name].“
  • Sprecht über den oder die Täter – ohne sie zu entschuldigen, aber mit Blick auf mögliche Hintergründe.
  • Sei geduldig – in dieser Situation braucht es Sicherheit, nicht mehr Druck.
  • Suche das Gespräch mit einem Vertrauenslehrer.

 

Warum mobben Kinder überhaupt? Die Gründe sind vielfältig, oft liegt tiefer Schmerz oder Unsicherheit dahinter:

  • das Bedürfnis, gesehen zu werden
  • eigene familiäre Prägungen, Gewalt- oder Demütigungserfahrungen
  • unterdrückter Frust oder das Gefühl von Machtlosigkeit
  • das Streben nach Kontrolle oder Zugehörigkeit auf Kosten anderer

 

Wenn du das Gefühl hast, dein Kind ist betroffen oder verletzt selbst andere: es gibt Wege, miteinander ins Gespräch und in Verbindung zu kommen. Ich bin da zur Unterstützung oder bei Fragen.

Tanja Schmejkal – Familienkraftplatz

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